Sauberes Straßenbild für die Fußball-EM

Marlene Marlow, Schauspielerin

Marlene Marlow, Schauspielerin

Ihr habt bestimmt schon davon gehört, das für dieses Event im kommenden Jahr 25.000 Hunde aus dem Straßenbild der Ukraine verschwinden sollten. Leider haben die Bürgermeister der austragenden Fußball-EM-Städte ihr Herz zur dunklen Grube gemacht, indem sie auf völlig unethische und grausame Art & Weise Leine und Menschen los ließen. Der weltweite Aufschrei war groß. Heute hat uns eine große Freundin von Shit happens!! Berlin, Marlene Marlow, Schauspielerin ihren Brief an die Ukrainische Botschafterin übermittelt. Diesen wollen wir hier gerne veröffentlichen. Ihr könnt über PETA ebenfalls dazu beitragen, das diese Grausamkeiten nachhaltig sofort beendet werden.

Laut einer Verwaltungssprecherin in Kiew gibt seit 2007 ein Sterilisierungsprojekt für Hunde, 2011 stünden dafür ca. 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die UEFA hat rund 8.600 Euro zu diesem Projekt hinzugegeben und auch Maja Prinzessin von Hohenzollern hat dem Bürgermeister von Kiew, Oleksandr Mazurchak ihr Unterstützung angeboten.

Leider lehnte er diese ab und konnte oder wollte auf ihre Frage, wo den die 1,34 Millionen für das Kiewer Tierheim hinflossen, nicht antworten. Mehr von ihrem Besuch in Kiew, auch in dem unsagbaren Tierheim, zusammen mit einer dpa-Journalistin vom „Europäische Tier – und Naturschutz e.V.“ könnt Ihr hier nachlesen.

Hier nun der Brief von Marlene Marlow:

An die Botschaft der Ukraine

Frau Botschafterin Natalia Zarudna

Albrechtstrasse 26

10117 Berlin

Berlin, den 21. November 2011

Marlene Marlow

Säuberungsaktionen in ukrainischen Städten – Von Herzen kommende Bitte

Sehr geehrte Frau Botschafterin,

meine Name ist Marlene Marlow, ich bin Schauspielerin und lebe in Berlin.

Von Herzen bitte ich Sie Einfluss zu nehmen in Bezug auf die von den Behörden Ihres Landes systematisch durchgeführten Tötungsaktionen von Straßenhunden im Vorfeld der Fußballeuropameisterschaft 2012.

Bitte tun Sie Ihr möglichstes um diesen grauenvollen Vorgängen ein Ende zu setzen.

Es gibt hinlänglich bekannte Alternativen.

Sehr geehrte Frau Zarudna, auch in Deutschland freuen wir uns schon sehr auf die Europameisterschaft in Ihrem schönen Land. Das nun ein derartiger Schatten auf dieses lang ersehnte Ereignis fällt, ist zutiefst bedauernswert und fatal.

Wir schreiben das Jahr 2011 und wir leben in diesen Zeiten wahrhaft in keiner perfekten Welt, lassen Sie uns also alle dazu beitragen, sie etwas heller zu machen.
Es ist heutzutage nicht mehr angebracht, diesbezügliche Angelegenheiten auf so eine Art und Weise zu regeln. Ein Großereignis wie die EM soll in einem schönen Rahmen stattfinden, aber bitte nicht um unser aller Seelenfrieden Willen. Nicht, wenn dafür unschuldige Lebewesen auf bestialische Art und Weise getötet werden. Die EM ist eine Prestige-Angelegenheit und ich bin sicher, daß sich Ihr Land als wunderbarer Gastgeber erweisen wird.

Haben Sie Vertrauen in die Natur des Menschen, der Anblick von Strassenhunden in Ihren Städten wird Ihre Gäste gewiss nicht stören. Sehr stören würde hingegen das Wissen darum, wie diese “sauberen” Städte entstanden sind.

Mit den besten Wünschen und tiefem Vertrauen in Ihre Weisheit, Marlene Marlow

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3 Antworten auf Sauberes Straßenbild für die Fußball-EM

  1. Wfgang Rumpf sagt:

    Das Bemühen von Frau Marlene Marlow findet meine volle Unterstützung. Ich freue mich auch auf die Fußball EM, aber nicht mit vielen toten Hunden, die der EM wegen getötet werden solle! Bitte bedenken sie auch Tiere sind eine göttliche Schöpfung.
    Wolfgang Rumpf von Bernburg

  2. Seemann sagt:

    Wiedermal die deutschen doppelten Standards. Im Naturkundemuseum in Berlin gibt es spezielle Ausstellung, die den mutigen deutschen Jägern gewidmet ist, die die wilden Schweine in deutschen Städten töten. Damit gewährleisten sie die Sicherheit auf den deutschen Straßen. So können die Kinder ruhig in die Schule laufen, ohne Angst davor dass ein wilder Tier sie auffrisst. Also in Deutschland ist die Tötung der Tiere ok, in der Ukraine ist es aber unmenschlich. Denn verwildete Hunde sind nicht weniger gefährlich als wilde Schweine. Aus der Sicht der Gesetzgebung haben diese Tiere gleiche rechte. Also hören Sie bitte auf ein anderes Land zu verurteilen und stoppen Sie zuerst dieselben Handlungen in Ihrem eigenen Lande!!!!!!!!!!!

  3. Anonymous sagt:

    Es geht also um Hunde. Das ist an sich nicht schlecht. Aber gibt es im Zusammenhang mit der EM nicht wichtigere Probleme im Gastland Ukraine, die auch 2011 (zum Zeitpunkt des Schreibens von Marlene Marlow) schon eine Initiative wert gewesen wären?

    Frau Marlow war doch mal Schirmherrin von Kleine Schritte tun e.V. – warum eigentlich nicht mehr? Keine Zeit oder weil Hunde einfach zu handhaben sind als Kinder?

    Auf jeden Fall eine prima Publicity. ;-) Gab es das Engagement am Berliner Kriminaltheater davor oder danach?

    Oder gibt es zum Kriminalfall “Hundemord in Kiew” etwas Neues, vielleicht eine Antwort der Frau Botschafterin?

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